Gott unter Menschen
Der Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag führt uns jedes Jahr zu den Wurzeln unseres Glaubens und unserer Verantwortung als Christen und als Gemeinschaft. Er lädt uns ein, innezuhalten – dankbar zurückzuschauen, ehrlich hinzusehen und betend nach vorn zu blicken. In einer Zeit, die oft von Hektik, Unsicherheit und schnellen Veränderungen geprägt ist, schenken uns solche Besinnungstage Tiefe, Orientierung und Hoffnung.
Am Dank-, Buss- und Bettag danken wir zuerst für alles Gute, das Gott uns im vergangenen Jahr geschenkt hat: für Frieden und Freiheit in unserem Land, für menschliche Nähe, für Bewahrung in schwierigen Momenten und für die vielen kleinen Zeichen des Alltags, die oft wie selbstverständlich scheinen. Dankbarkeit öffnet unser Herz und lässt uns erkennen, wie reich wir beschenkt sind.
Doch dieser Tag spricht auch die Realität unserer Welt und unseres eigenen Lebens ehrlich an. Buss bedeutet: wir nehmen wahr, wo wir schuldig werden – im Kleinen wie im Grossen – und bitten Gott um Erneuerung. Es ist ein Tag, an dem wir Verantwortung übernehmen, uns an die Seite der Schwachen stellen und neue Wege suchen, auf denen Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung wachsen können.
Im Beten schliesslich wenden wir uns an Gott, der unsere Hoffnung ist. Wir bringen ihm unsere Sorgen und Bitten, aber auch die Anliegen unseres Landes und unserer Welt. Wir vertrauen darauf, dass er uns führt, begleitet und stärkt – als Einzelne und als Gemeinschaft.
So lädt uns der Dank-, Buss- und Bettag ein, als Christen bewusst einzutreten für ein Leben, das von Dankbarkeit getragen, von Umkehr geprägt und von Vertrauen erfüllt ist.
WIr wünschen Ihnen und Ihren Familien in diesem Sinne einen gesegneten Dank-, Buss- und Bettag 2026.